ZE Zentrum für Entrepreneurship

Know-how und Motivation für die Gründung

Ein Thema, zwei Workshop-Tage, acht Teams: Bei der "Entrepreneurship School 2021" des ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH drehte sich am 8. und 9. Oktober 2021 alles um das Thema Gründung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten mit Akteuren aus der Start-Up-Szene, erfolgreichen Gründern und Experten des ZE an ihren Geschäfts- und Gründungsideen und entwickelten diese gemeinsam weiter.

Die Preisträger:innen der 10. Entrepreneurship School des ZE: Tim Siegelkow (2. Platz), Karl Böthig (1. Platz), Vannessa Rockendorf und Maximilian John (3.Platz), Dominik Mayer (3. Platz) mit Jurymitgliedern Marco Böhme (li.) vom Magazin Faktor und Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar (re.) vom ZE. Foto: PFH

Als  aussichtsreichstes  Gründungsprojekt  zeichnete  die  Jury  um  Prof.  Dr. Bernhard H. Vollmar, Geschäftsführender Direktor des ZE Zentrum für Entrepreneurship, ein innovatives Produkt aus dem Bereich der Orthopädietechnik aus. Mit seiner Gründungsidee setzte sich der PFH Orthobionik-Student Karl Böthig gegen sieben weitere, sehr unterschiedliche Geschäftsideen durch, die von einem Gastronomiekonzept für Wildfleisch über eine  offene  Lern-  und  Bildungsplattform  bis  hin  zu  einer  Lösung  gegen "Kabelsalat" reichten. Nachdem letztes Jahr Corona-bedingt pausiert werden musste, fand der diesjährige Intensivworkshop für Gründerinnen und Gründer zum ersten Mal direkt am Campus der PFH statt. Aufgrund der Bombenentschärfung  in  direkter  Campusnähe  am  7.  Oktober  wurde  das ursprünglich  für  drei  Tage  geplante  Programm  kurzerhand  auf  zwei  Tage verdichtet.

 

 

Impulse und Know-how aus der Praxis

Die finale Präsentation vor der Jury stellte den Höhepunkt der 10. Entrepreneurship  School  des  ZE  dar.  Während  zwei  intensiver  Workshop-Tage arbeiteten die Gründerinnnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte intensiv daran, ihre unternehmerischen Ideen zu tragfähigen Konzepten und Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln. "Das klar strukturierte Workshop-Programm war darauf ausgelegt, wie man sein Konzept  richtig  durchdenkt.  In  Seminareinheiten  und  Vorträgen  fanden  die Teilnehmenden zudem heraus, wie sie einen Pitch bestreiten, welche Finanzierungsoptionen  sich  für  sie  eignen  und  welche  Faktoren  im  Online-Marketing entscheidend sind", sagt Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar, Geschäftsführender  Direktor  des  ZE  Zentrum  für  Entrepreneurship.  Bereits seit  2011  bietet  das  ZE  Zentrum  für  Entrepreneurship  an  der  PFH  den Teilnehmenden mit der Entrepreneurship School neben theoretischer Wissensvermittlung echte Praxiserfahrung von Gründer:innen und Unternehmer:innen.  "Die  Teilnehmenden  erhalten  Impulse  und  wertvolles Know-how, das weit über das reine Fachwissen hinausgeht. Sie werden in die Lage  versetzt,  Schwung  aufzunehmen  und  richtig  durchstarten  zu  können", erklärt  Vollmar.  "Wie  fühlt  es  sich  an,  ein  Unternehmen  zu  gründen?  Was waren die individuell größten Hürden? Welche "Learnings" erlangt man bei der Gründung  eines  Start-Ups"?  Gründungserfahrene  Gäste  und  Impulsgeber waren in diesem Jahr unter anderem André Reß von der Göttinger Agentur für Digital Commerce Blackbit, Dr. Tim Breker, Co-Founder und Geschäftsführer der  VYTAL  Global  GmbH,  einem  Anbieter  für  innovative  Mehrweglösungen, sowie  der  Marketingspezialist  und  PFH-Alumnus  Ansgar  Holtmann  und  der Investmentmanager Dr. Maximilian Bock vom High-Tech Gründerfonds (HTGF).  "Das  Event  und  der  Spirit  der  Teams  waren  super.  Ich  freue  mich schon auf den nächsten Austausch“, sagt Dr. Maximilian Bock vom HTGF. 

 

 

Trainieren, andere zu überzeugen

Auch  das  sogenannte  Pitchen  wurde  mehrfach  geprobt.  "Um  Investoren  für die  eigene  Geschäftsidee  zu  begeistern,  ist  ein  gutes  Pitch  Deck  –  also  die Präsentation des Geschäftskonzepts vor potenziellen Investoren und Kunden –  das  Allerwichtigste",  so  Vollmar.  Als  besonders  wertvoll  wurde  von  den Gründer:innen der abendliche Austausch mit den eingeladenen Experten:innen  erlebt,  der  nach  bewährten  Prinzip  "alle  reden  mit  allen" gestaltet  und  auch  intensiv  zum  "Netzwerken"  genutzt  wurde.  Insgesamt konnten acht erfahrene, hochkarätige Feedbackgeber gewonnen werden, die dem unternehmerischen Nachwuchs als kritische und konstruktive Gesprächspartner zur Seite standen und wichtige Tipps für ihre Zukunft gaben. Die  Jury  zeigte  sich  insbesondere  von  der  Vielfalt  der  Gründungsideen begeistert.  "Bereits  sieben  sind  in  unseren  Augen  mittelfristig  gründungsreif oder  sie  haben  bereits  erfolgreich  gegründet",  kommentiert  Vollmar.  "Alle Konzepte waren sehr überzeugend. Sie haben großes Potenzial und zeugen von  einem  hohen  Innovationsgrad",  sagt  Jurymitglied  Prof.  Dr.  Frank  Albe, Präsident  der  PFH.  Die  Entrepreneurship  School  ist  Teil  der  vielfältigen Aktivitäten  zur Bildung  und  Förderung unternehmerischen  Denkens  und Handelns,  für  die  die  PFH  2021  vom  Gründungsradar  des  Stifterverbandes abermals  für  ihre  vorbildlichen  Leistungen  als  eine  der  bundesweit  besten Hochschulen im Bereich Gründung ausgezeichnet wurde.