Hochschule ZE Zentrum für Entrepreneurship

Alumnus der PFH erhält Gründungsstipendium

Burger-Restaurants sind im Trend und boomen. Bei "Robin Hood Wild-Burger-Restaurant & Bar" trifft Systemgastronomie das erste Mal auf Wildfleisch. Für diese neue Idee eines Burger-Restaurants erhält PFH-Alumnus Justus M. Meyer das Gründungsstipendium der Investitions- und Förderbank Niedersachsens (NBank).

Markus Bauer (re.) vom ZE Zentrum für Entrepreneurship unterstützt Justus M. Meyer während der Stipendien- und Vorgründungsphase in allen Fragestellungen rund um die Gründung.

Restaurant und Wildfleisch-Supermarkt

Premium-Burger aus Wildfleisch-Patties, Wald- und Wiesensalate, Natur-Bowls, Pommes Frites, Desserts sowie Getränke – und alles nur in höchster Qualität und Geschmack mit frischen Zutaten aus Deutschland: Das alles soll die "Robin Hood Wild-Burger-Restaurant & Bar" bieten. Eine weitere Besonderheit besteht in der Kombination zweier Geschäftsmodellarten, denn Justus M. Meyer plant, auch einen Mini-Wildfleischsupermarkt zu integrieren. Hier bekommt man Leberwurst, Salami, Hirschgulasch in Weck-Gläsern und vieles mehr. "Langfristig möchte ich die gesamte Wertschöpfungskette "From Farm to Fork" in mein Geschäftsmodell mit integrieren", sagt Meyer. "Dafür möchte ich einen Familienbetrieb gründen." Für diese Gründungsidee eines Systemgastronomie-Betriebs sowie angliederten Mini-Wildfleischsupermarkt erhält der PFH-Alumnus jetzt ein achtmonatiges Gründungsstipendium der Investitions- und Förderbank Niedersachsens (NBank). "Auf einen Laden in Göttingen müssen wir allerdings noch etwas warten", verrät uns der Gründer. Denn zuallererst erfolgen Eröffnungen in Großstätten wie Hamburg, Berlin und Hannover. Planungen dazu laufen bereits.

 

Berufswunsch? Unternehmer!

Meyer, der seinen Bachelorabschluss im Studiengang Business Administration am Campus Göttingen gemacht hat, träumte schon als Kind davon, Unternehmer zu werden. "Hat man mich als kleines Kind gefragt, was ich später einmal werden möchte, ist die Antwort immer gleich ausgefallen – Unternehmer", erzählt er. Zum Studium an die PFH zog es ihn vor allem aufgrund der Schwerpunkte Food- and Agribusiness Management und Entrepreneurship. Die PFH ist bekannt als Unternehmer- und Gründerhochschule, die unter anderem durch das ZE Zentrum für Entrepreneurship systematisch auf die Bildung und Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns ausgerichtet ist. Während seines Studiums interessierten Justus M. Meyer vor allem Studieninhalte wie das Gründungs- und Innovationsmanagement – und von Anfang an sprudelten Gründungsideen. "Unternehmer zu sein erlaubt es mir, meine Kreativität ausleben zu dürfen", erzählt Meyer. "Zudem ist es mir eine Herzensangelegenheit, meiner Heimat etwas zurückzugeben und sie zu einem noch besseren Ort zu machen. Und ich möchte Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen und Fachkräfte ausbilden", so der Gründer.

 

Coaching durch das ZE Zentrum für Entrepreneurship

Während der achtmonatigen Stipendien- und Vorgründungsphase wird der 25-Jährige in allen Fragestellungen rund um die Gründung von Markus Bauer vom ZE Zentrum für Entrepreneurship an der PFH begleitet und unterstützt. "Verbunden mit dem Gründungsstipendium Niedersachsen erhalten die Gründer ein kostenloses 100-stündiges Coachingpaket durch das ZE als akkreditierte begleitende Einrichtung", erläutert Gründungsberater Markus Bauer. "Inhaltlich dreht sich das Coaching um gründungsrelevante Themen wie beispielsweise die Entwicklung und Fundierung des Businessmodells nach der Canvas-Methode, Pitch-Vorbereitung und Pitch-Training, Marketing und Vertrieb, Schutzrechte sowie Finanzierung.“

 

Wildfleisch als klimaschonende Alternative

Wie kam Justus M. Meyer ausgerechnet auf Wildfleisch? Der junge Gründer, der im ländlichen Raum aufwuchs, hat von jeher einen engen Bezug zur Landwirtschaft und zur Natur. "Die Klimadebatte ist, nicht zuletzt auch durch die “Fridays-for-Future-Bewegung", in das Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt – und damit auch das Thema Fleischkonsum", sagt Meyer. "Denn belegt ist, dass die weltweite große Fleischlust für den anthropologischen Klimawandel mitverantwortlich ist." Meyer weiter: "Der Konsum von Fleisch aus Massentierhaltung ist nachweislich besonders schädlich für das Klima zum einen und zum anderen für die Tiere. Man bedenke hierbei die teils unwürdigen Lebens- und Haltungsbedingungen in den Ställen. Das muss gestoppt werden. Ich dachte mir: Wäre es daher nicht eine Option, einfach auf natürlich und glücklich aufgewachsenes Hoch- und Niederwild umzusteigen und künftig mehr Wildschwein, Reh und Hase zu essen"? Der Sagenumwobene Held Robin Hood, der als Beschützer des Waldes und der Tiere gilt, diente ihm dabei als Namenspate für die Gastronomieidee. Ziele für die kommenden acht Monate sind unter anderem die Verschriftlichung eines Geschäftsmodells sowie Businessplans und die anschließende Gründung eines Unternehmens. Das Gründungsstipendium der NBank hat zum Ziel, die Gründungsdynamik in Niedersachsen zu fördern. Die finanziellen Mittel hierzu kommen vom Land Niedersachsen. Gefördert werden Gründer in der Pre-Seed und Seed-Phase zur intensiven Verfolgung einer Gründungsidee. Durch die Vergabe eines personenbezogenen Stipendiums sollen sie in die Lage versetzt werden, sich vollumfänglich der Entwicklung und Verwirklichung ihrer Geschäftsidee widmen zu können.